Wählen Sie den passenden Schreibmodus

Der kleine Schreibcoach

Die Schreibprozessforschung hat fünf verschiedene Schreibmodi herausgearbeitet; wer sie kennt und zu nutzen weiß, ist im Vorteil:


Das assoziative Schreiben ist ein Modus, in dem wir frei und assoziativ drauflos schreiben. Kinder können das planlose Schreiben noch sehr gut, während wir diese Fähigkeit oftmals verlernt haben. Doch gerade das planlose Schreiben kann sehr hilfreich sein, wenn wir Ideen suchen oder den Schreibfluss fördern wollen. In diesen Modus gehören Techniken wie das bekannte Brainstorming, aber auch alle Varianten des Freewriting, das Schreiben ohne Pause oder die Morgenseiten, wie sie Julia Cameron entwickelt hat.

Das normative Schreiben ist der Modus, in dem wir mit Regeln der Rechtschreibung, der Grammatik, der Zeichensetzung, mit Zitierregeln oder formalen Gestaltungsaspekten umgehen. Haben wir hier Lücken, hilft alles nichts – wir müssen nachschlagen und üben.

Wer Zugang zum kommunikativen Schreiben hat, kann leser- und kundenorientiert schreiben, kann geschriebene Texte aus der Leserperspektive betrachten und sich fragen: Habe ich den roten Faden gesponnen, gebe ich meinen Lesern genügend Struktur und alle wichtigen Information oder langweile ich sie mit Überflüssigem, mit Durcheinander und Weitschweifigkeit?

Wer Zugang zum authentischen Schreiben hat, kann sich von seinen eigenen Texten distanzieren, sie überarbeiten sowie seinen eigenen Stil entwickeln. Haben wir das leserorientierte Schreiben, das Einnehmen der Leserperspektive geübt, bietet dies eine gute Grundlage für das authentische Schreiben. Gezielte Stilübungen – aber auch die Reflexion des eigenen Schreibverhaltens – helfen weiter.

Das heuristische Schreiben ist schließlich der Schreibmodus, in dem wir schreibend denken, das heißt, wir denken auf dem Papier, wir schreiben um der Erkenntnis willen, sei es, um uns selber und unsere Gedanken oder Gefühle besser kennenzulernen, sei es, um ein Forschungsthema voranzutreiben. Das heuristische Schreiben findet meistens im assoziativen Modus statt, denn wir wollen Ideen generieren, unbewusste Anteile entdecken, das Noch-nicht-Ausdrückbare in Worte fassen. Im Anschluss an das Schreiben findet aber immer ein Lesen und Reflektieren statt. Typische Formen, die im heuristischen Modus geschrieben werden, können die Morgenseiten sein, das klassische Tagebuch oder Papiergespräche, wie sie von Marc Levy aufgezeigt werden.

In einem persönlichen Schreibcoaching vermittle ich Ihnen zu jedem Schreibmodus Übungen ...

Bild: © Anatoly Maslennikov_Fotolia


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